Meine Geschichte mit den Lebenskarten
Auf die Idee mit den Karten kam ich während eines eigenen langen therapeutischen Prozesses. Es wurde mir darin bewusst, dass meine Lebenseinstellung von vielen negativen Glaubenssätzen geprägt war, die meine Lebensfähigkeit behinderten. So begann ich neue Einsichten und positive Sätze dagegen zu setzen. Zunächst nur im Kopf und dann auch in schriftlicher Form, was sich für mich als viel wirksamer erwies. Zunächst waren es nur wiederholte Sätze, die ich auf Karteikarten festhielt. Da ich die Erfahrung machte, dass sie mich aus meinen depressiven Stimmungen und Alltagskrisen herausholen konnten, schrieb und gestaltete ich immer mehr davon. Meine Stimmung hellte sich langsam auf und auch die Karten wurden zunehmend kreativer und fröhlicher. Auf diese Weise gestaltete ich in einem Zeitraum von 1 1/2 Jahren etwa hundert Sätze, von denen sich für mich etwa ein Drittel als besonders lebenswichtig erwiesen.
Rückblickend kann ich mit Überzeugung sagen: sie haben mich auf einen Weg geschickt, der meine verschütteten Lebenskräfte wieder freigelegt und ins Rollen gebracht haben. Hießen meine ersten Sätze u.a. “Ich bin berechtigt herauszufinden, was für mich gut ist” und “Ich ziehe meine Grenze und achte sie”, so ging es für mich weiter mit “Ich wecke meine Kräfte”, “Ich verbinde mich mit dem fröhlichen Kind in mir” etc… Bei dem Satz “Ich gebe die Opferrolle auf und übernehme Verantwortung” wusste ich intuitiv, dass ich am vorläufigen Ende meines Erkenntnisprozesses angelangt war. Die Integration ins Leben hat dann noch eine Weile Zeit in Anspruch genommen – so wie das bei den anderen Sätzen auch der Fall war.
Mein besonderer Dank gilt Dr. Luise Reddemann, durch die ich die Anstöße zu meinen Lebenskarten erhielt. Viele Sätze der Karten stammen aus der von ihr geleiteten Gruppe in der Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik in Bielefeld, die sie bis 2003 leitete. Danken möchte ich aber auch den Therapeuten und Therapeutinnen, die bereits auf vielfache und kreative Weise mit meinen Lebenskarten gearbeitet haben und mir immer wieder Rückmeldung gaben. Bei der Weiterentwicklung der Karten mit neuen Texten und Gestaltungen ist mir dieser Austausch besonders wertvoll.
Mein Engagement
Die für mich besonders heilsame und lebensverändernde Therapie hat sich nicht nur in der Gestaltung der Lebenskarten konkretisiert, sondern hat mich im Jahr 2001 dazu bewogen, mit anderen ehemaligen Patientinnen der Bielefelder psychosomatischen Klinik den Verein Traum-Haus e.V. zu gründen, um das von Prof. Dr. Luise Reddemann entwickelte Konzept der Psychodynamisch Imaginativen Traumatherapie (PITT) bekannt zu machen und in der Klinik mit konkreten Projekten zu unterstützen. www.traumhaus-bielefeld.de
Meine Malerei
Während die aktive Ausübung von Musik schon seit der Kindheit eine große Rolle in meinem Leben spielte und auch während schwieriger Lebensphasen eine wichtige Ressource für mich war, gesellte sich ab der Lebensmitte die Malerei dazu. Zunächst waren es Landschaften und Blumen, die ich in farbenfroher Aquarellmalerei umsetzte. Nach intensiven Studienzeiten bin ich nach vielen Jahren inzwischen bei der Acrylmalerei auf großformatigen Leinwänden angekommen. Am liebsten male ich jetzt Menschen. www.barbaravoelkner.de
