Was ist Achtsamkeitsmeditation?

Das Konzept der Achtsamkeit ist schon lange aus dem Buddhismus bekannt, hat aber seit etlicher Zeit auch seinen Siegeszug im Westen angetreten. Sehr viele Menschen haben die hilfreichen Wirkungen der Achtsamkeit erkannt, die zu erhöhter Lebenszufriedenheit, innerer Ruhe und persönlicher Weiterentwicklung beitragen kann. Unter Achtsamkeit versteht man dabei eine offene, neugierige und akzeptierende Aufmerksamkeit gegenüber den eigenen Wahrnehmungen und Gedanken, die einfach nur registriert und nicht bewertet werden.

Viele Menschen haben sich noch nie bewusst mit der Achtsamkeit beschäftigt, und daher ist es sehr hilfreich, wenn man sich durch Übungen oder gar einen kleinen Kurs mit der Idee vertraut macht und erste Schritte geht. Ein ganz wichtiger Bestandteil der Entwicklung der Achtsamkeit sind dabei Meditationen, die speziell die Achtsamkeit fördern und entwickeln sollen.

Die Idee der Achtsamkeitsmeditation

Bei der Achtsamkeitsmeditation nimmt der Übende die Haltung eines Beobachters ein. Während der Meditation werden Geistesinhalte und Gedanken einfach nur wahr genommen, ohne dass man einen speziellen Gedanken weiter verfolgt oder sich mit ihm identifiziert. Man beobachtet also seine eigenen Gedanken mit einer Art neutralem Wohlwollen – keiner ist gut, keiner ist schlecht, jeder Gedanke ist einfach nur da und kann einfach nur beobachtet werden.

Bei der Achtsamkeitsmeditation kommen verschiedene Prinzipien zum Tragen:

  • Wertfreies Beobachten
    Ganz wichtig ist es, die Gedanken, Gefühle und körperlichen Empfindungen, die bei der Meditation auftauchen, nur wahr zu nehmen und zu akzeptieren, ohne sich darüber zu ärgern oder sie zu bewerten. Dies erfordert ein wenig Übung und Disziplin; wer also zum ersten Mal eine Achtsamkeitsmeditation macht, sollte auch solche wertenden Gedanken wie alle anderen auch wieder ziehen lassen, ohne sich dafür zu geißeln.
  • Konzentration auf das Hier und Jetzt
    Unsere Gedanken haben im Normalfall eine große Neigung, ab zu schweifen und umher zu wandern, so dass wir sehr oft entweder in der Vergangenheit schwelgen oder aber mit der Zukunft beschäftigt sind. Bei der Achtsamkeitsmeditation konzentriert sich der Übende immer wieder auf das Hier und Jetzt, sobald er gemerkt hat, dass er sich von einem Gedanken woanders hin hat verleiten lassen.
  • Bewusste Wahrnehmung
    Diese Meditationsform verlangt es auch, dass man einfach nur bewusst wahrnimmt und sich auf seine Empfindungen im gegenwärtigen Moment konzentriert, ohne dem Drang der Analyse nach zu geben. Denn sobald man beginnt, zu analysieren. Warum man jetzt dies und jenes denkt und empfindet, entfernt man sich aus der bewussten Gegenwart. Hier ist also wieder Disziplin gefragt, diese analysierenden Gedanken schlicht und ergreifend nur zu registrieren und vorbei ziehen zu lassen.
  • Nur Beobachten, nicht handeln oder reagieren
    Sehr viele Menschen sind sehr handlungs- und aktionsorientiert, so dass sie ein Gefühl oder einen Gedanken sofort zum Anlass nehmen, aktiv zu werden. Dadurch würden sie aber wieder aus dem Gefühl der Achtsamkeit für den Moment heraus fallen, so dass dieser Handlungsdrang während der Meditation wie alles andere auch nur akzeptiert wird, ohne dass man ihm sofort nach gibt – dafür ist später immer noch Zeit.

Wenn man diese Prinzipien verinnerlicht hat, so wird man mit der Achtsamkeitsmeditation schnell vertraut werden und sie gerne in seinen Alltag einbauen. Dabei gibt es sehr viele verschiedene Arten der Achtsamkeitsmeditation, die auf die Gedanken, den Körper, die Gefühle oder die Wahrnehmungen fokussieren. Zur Unterstützung findet man viele Hilfsmittel, so zum Beispiel geführte Meditationen oder Objekte, auf die man sich während der Meditation konzentriert. Hierfür werden zum Beispiel auch Lebenskarten eingesetzt, bieten sie doch einen visuellen oder gedanklichen Ankerpunkt für die Achtsamkeitsmeditation.

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