Wie man die Lebenskarten für den Selbsthilfekoffer nutzen kann

Ein sogenannter Selbsthilfekoffer ist ein Hilfsmittel, welches Menschen, die unter einer Borderline-Störung leiden, sich für Notfälle zusammen stellen. Die Borderline-Störung hat zur Folge, dass ein Mensch emotional instabil ist und in vielen sozialen Situationen eine enorme Anspannung verspürt und nicht angemessen reagieren kann. Um diese Anspannung in Stresssituationen schnell zu lindern, stellt sich der Patient den Selbsthilfekoffer mit Dingen zusammen, die ihn erfahrungsgemäß beruhigen und stabilisieren.

Neben vielen anderen Gegenständen gehören zu den meisten Selbsthilfekoffern auch die Lebenskarten. Der Klient sucht sich die Karten heraus, die auf ihn oder sie die beste positive Wirkung haben, und trägt diese immer bei sich. Dabei wird von Zeit zu Zeit überprüft, ob die Karten noch passen oder durch andere ersetzt werden sollten. Zitat eines Anwenders: „Für schwierige Stunden habe ich mir einen Notfall-Selbsthilfekoffer mit vielen hilfreichen Dingen zusammengestellt. Dazu gehören natürlich auch ein paar ausgewählte Lebenskarten, die mir Mut machen können.“

Therapiekarten

Die Lebenskarten sind eine Bereicherung für alle, die – ggfs. neben einer Therapie – an sich selbst arbeiten wollen.

Prof. Dr. Luise Reddemann, Nervenärztin und Psychoanalytikerin; entwickelte die Psychodynamisch-Imaginative Traumatherapie (PITT)

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