Mit Lebenskarten dem Borderline Syndrom begegnen

Menschen mit einer Borderline Persönlichkeitsstörung, geraten oft schnell unter Stress und leiden unter Beziehungsproblemen. Gründe dafür liegen meistens in einer von Vernachlässigung und traumatischen Erfahrungen geprägten Kindheit.

Um Stabilität und Sicherheit zu gewinnen und auch in problematischen Alltagssituationen „einen klaren Kopf“ zu behalten, gibt es viele Hilfsmöglichkeiten, die in einer Therapie erlernt werden.

Lebenskarten: Entstanden in Traumatherapie

Ich möchte Ihnen einige meiner Lebenskarten vorstellen, die ich in einer Traumatherapie gestaltete und die mir sehr geholfen haben, stressfreier zu leben. Eine Therapeutin gab mir damals den Tipp, positive Sprüche auf Karten zu schreiben, sie im Alltag in meiner Hosentasche herumzutragen und sie immer wieder anzuschauen. Sie sollten mich aus dem Kreislauf negativer und destruktiver Gedanken herausholen. Als sich erste Erfolge zeigten, bekam ich Lust, diese hilfreichen und einprägsamen Sprüche auf Karteikarten zu schreiben, sie graphisch zu gestalten und mit kleinen Zeichnungen zu versehen. Sie wurden zu meinen „Lebenskarten“, denn die  intensive Auseinandersetzung mit diesen Sprüchen half mir außerordentlich gut beim eigenen Heilungsprozess. Die Vielzahl an positivem Feedback hat letztendlich zur Entscheidung geführt, die Karten einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Wie Borderliner Lebenskarten nutzen

Heute weiß ich, dass die Karten nicht nur bei vielen Therapeuten beliebt sind und auf ganz unterschiedliche Art und Weise genutzt werden – sondern auch bei Borderlinern viel Anklang gefunden haben. So werden die Karten beispielsweise zur Erlernung von Borderline Skills oder als Zusatz zum Borderline Notfallkoffer genutzt. Vielleicht sind die Karten ja auch für Sie oder eine Angehörige ein hilfreiches Mittel um an sich selbst zu arbeiten.

Therapiekarten

Die Lebenskarten sind eine Bereicherung für alle, die – ggfs. neben einer Therapie – an sich selbst arbeiten wollen.

Prof. Dr. Luise Reddemann, Nervenärztin und Psychoanalytikerin; entwickelte die Psychodynamisch-Imaginative Traumatherapie (PITT)

0

Begriff eingeben und Enter für die Suche