Coaching und Selbstmanagement – Ansätze & Methoden

Als Kind und auch noch in gewissem Umfang als Jugendlicher kann man sich sicher von seinen Launen und Gelüsten umher treiben lassen und ohne Ziel und Orientierung das Leben genießen. Ein Aspekt des Erwachsenwerdens ist es allerdings, dass man auf Dauer die Verantwortung für sich, sein Leben und seine Handlungen übernimmt und eine Orientierung hat, an der man sich ausrichtet.

Dazu benötigt man die verschiedenen Kompetenzen, die zu einem erfolgreichen Selbstmanagement gehören. Unter Selbstmanagement versteht man dabei Methoden, sich und sein Handeln erfolgreich selbst zu steuern, ohne dass Anweisungen oder Einflüsse von außen notwendig sind.

Methoden des Selbstmanagements

Mit einem Coach wird man zuerst einmal die Kernkompetenzen des Selbstmanagements erarbeiten und dann eine Bestandsaufnahme machen, welche der Kompetenzen schon in ausreichendem Maß vorhanden sind und welche noch entwickelt werden sollten. Zentral beim Selbstmanagement sind die folgenden Kompetenzen:

  • Impulskontrolle
    Anders als ein kleines Kind, welches seine Impulse immer sofort befriedigen möchte, muss ein erwachsener Mensch in der Lage sein, die Befriedigung seiner Impulse auch einmal aufzuschieben. Dieses Aufschieben kann dazu dienen, ein größeres Ziel zu erreichen – man verzichtet auf die Anschaffung von etwas Kleinerem, weil man auf etwas Großes spart. Oder aber es ist sozial oder moralisch nicht angemessen, dem Impuls nachzugeben – wenn man Treue geschworen hat, sollte man dem Impuls zum Seitensprung nicht nachgeben.
  • Beherrschen seiner Gefühle
    Das bedeutet, dass man sich nicht wie ein kleines Kind Gefühlen der Unlust wie Wut, Verstimmung oder Ärger hingibt, wenn einmal etwas nicht gemäß den eigenen Wünschen und Erwartungen läuft. Besonders das Beherrschen von Wut und Aggression ist hierbei wichtig. Das Beherrschen der Gefühle bedeutet ebenfalls, dass man seine Gefühle und Stimmungen steuern kann und ihnen nicht willen- und hilflos ausgeliefert ist.
  • Selbstmotivation
    Hierunter versteht man die Fähigkeit, Aufgaben auch ohne äußere Impulse und Anreize zu erledigen. Es ist genügend innerer Antrieb vorhanden, um auch unangenehme oder schwierige Aufgaben zu bewältigen.
  • Konzentration
    Zum einen bedeutet diese Fähigkeit, dass man imstande ist, seine Gedanken zu lenken und sich auf das aktuelle Thema zu konzentrieren. Zum anderen ist darunter auch die Fähigkeit zu verstehen, Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden zu können und sich auf das Wesentliche zu fokussieren.

Unterstützung durch einen Coach

Ein Coach kann bei der Entwicklung der Kompetenzen zum Selbstmanagement sehr hilfreich sein. So wird zum Beispiel bei der Arbeit mit Werten und Visionen der Blick für das Wesentliche geschärft und man steigert man seine Fähigkeit zur Selbstmotivation und Beherrschung von Gefühlen.

Da das Thema Selbstmanagement sehr komplex ist, sollte man sich auf jeden Fall in Geduld üben und in kleinen Schritten vorwärts schreiten. Der Coach wird dabei immer nur Aufgaben stellen, die man zu einem bestimmten Zeitpunkt auch bewältigen kann. So ist sicher gestellt, dass man nicht in einer frustrierten Abwärtsschleife nach unten landet.

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