Arbeit mit dem Inneren Kind: Beispiele & Übungen für Therapie

Die Arbeit mit dem Inneren Kind basiert auf der Vorstellung, dass wir auch als Erwachsenen noch diesen kindlichen Teil in uns tragen, der die Gefühle, Erinnerungen und Erfahrungen der Kindheit gespeichert hat. Wurden diese nicht richtig verarbeitet und fügten dem Kind Wunden zu, so sind diese nicht richtig verheilt und beeinträchtigen auch den erwachsenen Menschen. Deshalb arbeitet man in vielen therapeutischen Richtungen mit dem Inneren Kind, um diese alten Wunden zu heilen und das volle Potenzial des Menschen zur Entfaltung zu bringen.

Übungen mit dem Inneren Kind

Um dieses Innere Kind zu entdecken, eine Kommunikation mit ihm aufzubauen und letztendlich seine Wunden zu heilen, gibt es viele verschiedene Übungen. Beispielsweise setzt man oft die folgenden Übungen ein:

  • Photoübung gegen Angst
    Hat das Innere Kind zum Beispiel übersteigerte Ängste entwickelt, die den erwachsenen Menschen unangemessen reagieren lassen, kann man mit dem Inneren Kind die folgende Übung machen. Man sucht sich ein Kindheitsfoto, auf dem man eher ängstlich und besorgt aussieht. Während man das Photo betrachtet, nimmt man die Rolle eines liebevollen Erwachsenen ein und spricht beruhigend mit dem Kind, um ihm all das an Unterstützung und Zuneigung zu geben, was es damals nicht bekommen hat.
  • Tägliche Gespräche mit dem Inneren Kind
    Durch tägliche Gespräche mit dem Inneren Kind kann man ihm all die Liebe und Zuneigung vermitteln, die es in der Kindheit vermisst hat. Dazu fragt man täglich sein Inneres Kind, wie es ihm geht und was es braucht, um sich wohl zu fühlen. Diese Bedürfnisse kann man dann in der Rolle des liebevollen Erwachsenen befriedigen und so im Laufe der Zeit die Wunden des Inneren Kindes heilen. Wichtig dabei ist, dass man dem Inneren Kind keinesfalls mit Strenge oder Ungeduld begegnen darf, denn diese hat es schon zur Genüge erfahren und dadurch seine Verletzungen entwickelt.
  • Denkmuster bearbeiten
    Das verletzte Innere Kind hat aufgrund seiner Erfahrungen und Defizite viele schädliche Denkmuster entwickelt, die nach wie vor aktiv sind. So können  Beispiel mit den Lebenskarten, die besonders kindgerechte Visualisierungen haben, schädlichen Denkmuster bearbeitet und unterstützende und hilfreiche entwickelt werden, die die bisher bestehenden Blockaden auflösen und neue Verhaltensweisen ermöglichen.
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