Lebenskrisen meistern – Ursachen & Tipps zur Bewältigung

Auf einmal darf man nicht mehr bei Mama und Papa im Bett schlafen, sondern soll einsam und verlassen im Kinderzimmer die Nacht verbringen – eine echte Krise, die es zu verstehen und zu bewältigen gilt. Die erste große Liebe hat Schluss gemacht, und schon denkt man mit der Melancholie der Pubertät darüber nach, seinem Leben auf dramatische Art und Weise ein Ende zu setzen.

Lebenskrisen gibt es in jedem Alter, und wir müssen jeweils alle Kraft aufbringen, um sie zu bewältigen. Das kann in jungen Jahren der endgültige Verlust dieses abgeschabten Teddys sein, ein Sitzenbleiben in der Schule; der Verlust des Arbeitsplatzes oder gar der Verlust eines geliebten Menschen durch den Tod können für Erwachsene eine echte Lebenskrise auslösen.

Ursachen für Lebenskrisen

Im konkreten Detail können die Ursachen natürlich völlig unterschiedlich aussehen, aber es gibt einige grundsätzliche Situationen, die in jedem Alter eine Lebenskrise auslösen können.

  • Verlust einer wichtigen Sache
    Jedweder Verlust einer Sache, die uns etwas bedeutet hat, kann eine Lebenskrise auslösen. Der Verlust eines Menschen durch Trennung oder Tod ist sicher ein sehr plakatives Beispiel, aber für ein Kind kann auch der Verlust des Meerschweinchens eine solche Krise auslösen. Und es gibt viele andere Formen des Verlustes, die die Ursache für eine solche Krise sein können: der Verlust von Jugend und Schönheit, der Verlust der Heimat, der Verlust des Arbeitsplatzes, der Verlust von gesellschaftlicher Stellung und Ansehen, der Verlust liebgewonnener materieller Dinge.
  • Übergroßer Stress
    Auch eine chronische Überbelastung kann eine Lebens- und Sinnkrise auslösen. Die Batterien sind leer, und man hat die Hoffnung auf Besserung verloren. Die Zukunft erscheint nur noch düster, und man fragt sich, warum man all dies weiterhin auf sich nehmen soll.
  • Verstoß gegen wichtige Werte
    Die Werte, die ein Mensch hat, spielen in seinem Leben eine sehr wichtige Rolle. Wenn er auf einmal feststellen muss, dass er durch seine Lebensweise dauerhaft gegen seine wichtigsten Werte verstößt, so kann das eine Lebenskrise auslösen. So stellt beispielsweise ein pazifistisch eingestellter Wissenschaftler auf einmal fest, dass er mit seiner Arbeit zu kriegerischen Aktivitäten beiträgt, ohne dies gewollt zu habe – diese Krise haben sicher einige der ersten Atomforscher durchlaufen.

Die Bewältigung von Lebenskrisen

Abhängig davon, wie tief einen die Lebenskrise erschüttert hat, sollte man entscheiden, ob man selbst mit ihr fertig wird oder aber Unterstützung benötigt. Diese Unterstützung kann aus dem privaten Umfeld kommen, aber auch professionelle Unterstützung durch einen Coach oder Therapeuten kann eine sinnvolle Wahl sein.

Auf jeden Fall sollte man sich nicht in Schweigen zurück ziehen, sondern sich anderen Menschen mitteilen. Wenn man dies nicht im privaten Umfeld tun möchte, so bietet das Internet mit seinen anonymen Foren genug Möglichkeiten, sich auszutauschen und von gleichfalls betroffenen Menschen Tipps und Ratschläge zu bekommen.

Sehr wichtig ist es sicher auch, sich immer wieder Trost und eine ansatzweise positive Sichtweise zu holen. Selbst der Tod eines geliebten Menschen kann überwunden werden, wenn dies auch seine Zeit braucht. Für die Gewinnung einer konstruktiven Sichtweise kann man sehr gut mit den Lebenskarten arbeiten, die durch ihre Affirmationen und Visualisierungen wieder Türen öffnen können, die man für immer geschlossen glaubte.

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