Was sind Psychische Störungen?

Gesundheit und Krankheit liegen oft nur einen Hauch voneinander entfernt. Das gilt besonders für den Bereich der psychischen Störungen, in dem der Übergang zwischen den beiden Bereichen sehr fließend ist. So ist die Diagnose, ob jemand einfach nur extremer reagiert als der Durchschnitt oder ob diese Person deshalb schon als krank zu bezeichnen ist, oft recht schwierig.

Zudem ändern sich die Auffassungen dessen, was noch als normal und gesund zu bezeichnen ist, im Lauf der Zeit stark, je mehr man über die menschliche Psyche heraus findet. Nichtsdestotrotz gibt es weltweit anerkannte Klassifikationen von psychischen Störungen, an denen sich die meisten Psychiater und Psychologen orientieren.

Kategorien von psychischen Störungen

Die verschiedenen Störungen werden danach eingeteilt, worauf sie sich hauptsächlich auswirken.

  • Angststörungen
    Diese Störungen haben gemeinsam, dass der Mensch eine übergroße Angst vor etwas empfindet und deshalb nicht mehr angemessen reagieren kann. Zu den Angststörungen zählt man alle Arten von Phobien, Panikattacken, die generalisierte Angststörung, die Posttraumatische Belastungsstörung sowie die soziale Angststörung.
  • Affektive Störungen
    Bei affektiven Störungen werden normale Emotionen in extremem Ausmaß und in großer Dauer erlebt. So ist der betroffene Mensch bei einer Depression unnatürlich lange schwermütig und hoffnungslos. Eine andere Variante ist die Bipolare Störung, bei der sich Zustände von abgrundtiefer Verzweiflung mit denen eines manischen Höhenfluges abwechseln.
  • Psychotische Störungen
    Bei psychotischen Störungen ist oft die Wahrnehmung der Realität gestört, und der Betroffene nimmt Dinge wahr, die nicht existieren. Zu diesen Störungen zählt die Schizophrenie, die mit Wahnvorstellungen gekoppelt ist. Andere wahnhafte Störungen äußern sich in Verfolgungswahn, übertriebener Eifersucht, Größenwahn oder Hypochondrie.
  • Persönlichkeitsstörungen
    Bei den Persönlichkeitsstörungen hat der betroffene Mensch kein adäquates und stabiles Bild von sich selbst entwickeln können. Zu diesen Störungen zählt man die Borderlinestörung, die antisoziale, narzisstische, histrionische oder abhängige Persönlichkeit.
  • Essstörungen
    Bei Essstörungen haben die betroffenen Menschen oft ein verzerrtes Körperbild internalisiert, welches dazu führt, dass sie sich nie schlank genug fühlen. Die bekanntesten Essstörungen sind wohl die Bulimie und die Anorexie. In letzter Zeit tritt jedoch auch die gegenteilige Form der Essstörung verstärkt auf – die Esssucht, die schnell zu massivem Übergewicht führen kann.

Neben diesen Hauptkategorien von psychischen Störungen gibt es noch etliche weitere Störungen und Kategorien, die auch Bereiche wie Störungen bei der Entwicklung oder des Führens einer Beziehung umfassen.

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