Traumabehandlung & Therapie von Traumata

Ein Trauma ist eine Erfahrung, die den Menschen komplett aus der Bahn werfen kann und ihn so destabilisiert, dass er oder sie fachliche Unterstützung benötigt. Die psychische Wunde ist so groß, dass die Selbstheilungskräfte nicht mehr ausreichen, um das Erlebnis konstruktiv zu verarbeiten. Die Folge ist eine Posttraumatische Belastungsstörung, die therapeutisch behandelt werden kann.

Ursachen eines Traumas

Grundsätzlich können alle Erlebnisse ein Trauma verursachen, die eine sehr hohe emotionale Intensität haben und dabei extrem negative Emotionen auslösen. Folgende Umstände können zur Entstehung eines Traumas führen:

  • Körperliche Gefahr
    Dazu zählen alle Situationen, in denen man selbst oder jemand anderes akut körperlich bedroht wird. Das kann eine Naturkatastrophe sein, ein Verkehrsunfall, ein Krieg oder eine terroristische Bedrohung, Folter oder körperliche Misshandlung, sexueller Missbrauch, aber auch so etwas wie eine mit starken Schmerzen verbundene Geburt. Der Mensch fürchtet um sein Leben oder das eines anderen, und er oder sie sieht keine Möglichkeit, etwas dagegen zu tun.
  • Emotionale Belastungen
    Zu diesen zählen Ereignisse wie Tod einer geliebten Person, Trennung oder Scheidung, die Wegnahme eines Kindes, der Verlust des Arbeitsplatzes, Vernachlässigung in der Kindheit, die häufige Konfrontation mit schwerem Leid und Trauma, wie es bei helfenden Berufen der Fall ist, aber auch Mobbing und anhaltende Diskriminierung.

Es kann sich dabei um ein einziges Ereignis handeln, welches sehr intensiv war, oder aber um eine Kette von Erfahrungen, wie es beim Missbrauch, der Vernachlässigung oder in den helfenden Berufen der Fall ist. Ausschlaggebend ist, dass der Mensch in den erlebten Situationen nicht über die Ressourcen und Fähigkeiten verfügte, mit der Situation umzugehen.

Therapie von Traumata

Seit mehr als einem Jahrhundert beschäftigen sich Therapeuten und Psychologen damit, effiziente Therapien für die Behandlung von Traumaopfern zu entwickeln. Und das Spektrum ist mittlerweile recht breit.

Zum einen gibt es den Ansatz, direkt in der Situation Notfallhilfe zu leisten, um die Entstehung eines Traumas möglichst zu verhindern. Für die Traumabehandlung werden direkt an den Ort des Geschehens geschulte Helfer entsendet, die mit den Opfern sprechen und sie psychologisch betreuen.

Hat sich eine Posttraumatische Belastungsstörung entwickelt, so sind verschiedene Therapieformen hilfreich. Zu nennen sind die Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie (PITT) nach Luise Reddemann, Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) nach Francine Shapiro, die Gestalttherapie nach Fritz Perls oder die Ego State Therapie nach Helen und John Watkins. Allen Therapieformen ist gemeinsam, dass sie den Zugang zum Unbewussten suchen, um die durch das Trauma geschaffene Blockade aufzulösen.

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