Traumabewältigung – unterstützende Hilfe mit Lebenskarten

Menschen, die traumatische Erlebnisse hinter sich haben und an einer Posttraumatischen Belastungsstörung leiden, brauchen für die Traumabewältigung positive Gegenbilder, die sie nach erlebtem Schrecken aus Erstarrung, Abwehrhaltung, Depression und Handlungsunfähigkeit herausholen können.

Die Lebenskarten sind im Rahmen einer Traumatherapie entstanden. Eine Therapeutin gab mir damals den Tipp, aufbauende Sätze auf Zettel zu schreiben, sie im Alltag in meiner Hosentasche herumzutragen und sie immer wieder anzuschauen. Sie sollten mich aus dem Kreislauf negativer und destruktiver Gedanken herausholen. Als sich erste Erfolge zeigten, bekam ich Lust, diese hilfreichen und einprägsamen Sprüche auf Karteikarten zu schreiben, sie graphisch zu gestalten und mit kleinen Zeichnungen zu versehen. Sie wurden zu meinen „Lebenskarten“, denn diese  intensive Auseinandersetzung half mir beim eigenen Heilungsprozess. Später entschloss ich mich, die Karten  drucken zu lassen, um sie der Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Heute freue ich mich darüber, dass die Lebenskarten von Betroffenen sowie von Therapeuten geschätzt und eingesetzt werden und sich großer Beliebtheit erfreuen. Denn sie können helfen, den Glauben an sich und die eigenen Ressourcen wieder aufzubauen. Sie stabilisieren und leiten an zur Selbstfürsorge.

Therapiekarten

Die Lebenskarten sind eine Bereicherung für alle, die – ggfs. neben einer Therapie – an sich selbst arbeiten wollen.

Prof. Dr. Luise Reddemann, Nervenärztin und Psychoanalytikerin; entwickelte die Psychodynamisch-Imaginative Traumatherapie (PITT)

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